Felix resümiert

Eigenenes St Pölten zweites treffen:  Email an Elfriede

Zu dem diesmaligenZusammentreffen der „allesbewegt TeilnehmerInnen“ gebe es von Beginn weg viel zu sagen: über den Raumlauf der Gruppe, die Begrüßung, die mir lauter, deutlicher und freudiger als beim ersten Mal erschien, über den wiederholten Gruppenvogelflug, über das “ bouncen“…

Aber persönlich konzentriere ich mich nur auf eine bestimmte Sache. Denn was mich gesamtheitlich am meisten erfasst hat, …war der Blindlauf!

Die Übung mit den geschlossenen Augen hat etwas Intensives an sich. Die Verlagerung des alltäglichen, beinahe selbstverständlich erscheinenden Sehsinnes auf unerwartete verborgene Merkmale zu richten, überfordert vorerst. Man versucht logisch analytisch sein Umfeld zu begreifen. Selbst im begrenzten Raum kann Gefahr drohen, gegen etwas oder jemand zu stoßen oder hinzufallen! Das verunsichert, wenn man es allein tut und der Umgang mit der Gruppe noch unbekannt ist. Zu zweit verändert sich das ein wenig, aber das Unsicherheitsgefühl verschwindet deshalb nicht sofort. Herrlich erfrischend ist es wenn die anderen Sinne dabei wach werden.

Die Anweisung vor der Blindführung: Einer der Partner bleibt aufrecht am Platz stehen, schließt die Augen, hebt den linken zum Körper abgewinkelten Arm hoch, das Handgelenk ist locker. Der andere Partner stellt sich zur linken Seite neben ihn, legt seine rechte Hand in Höhe der Hüfte  auf seinen Rücken und hält  die linke Hand. Er beginnt ihn langsam und behutsam durch den Raum zu führen, er erhört das Schritttempo oder verlangsamt es wieder. Er dreht und wendet mit der am Rücken liegenden Hand und leitet mit der Gehobenen. Das Schritttempo kann erhöht werden und sogar ins Laufen übergehen, wenn das Gefühl des gegenseitigen Vertrauens vorhanden ist. Es gehört Gespür für den richtigen Moment der Veränderung dazu. “ Wann wage ich etwas Unerwartetes, wieviel Spontanität traue ich dem Partner zu, erspüre ich als Führender seine Grenzen, wo ist er zaghaft, wo übereinstimmen wir?“

Am Schönsten empfand ich den durchgehenden Lauf mit allen dazugehörenden Details durch den Raum. An diesem Tag, schien die Sonne sehr hell durch die Fenster, dadurch ergab sich für mich der Höhepunkt des Ganzen, denn wann immer wir an der Fensterseite vorbei liefen, hatte ich ein Geflacker vor den Augen. Ich hatte die Assoziation an einem Herbsttag in einem Cabriolet eine Allee entlang zu fahren und die Sonne beschien mich durch die abwechselnd stark beleuchteten Baumblätter.

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